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Faszination Esel

Hier möchte ich Euch kurz erklären, wie wir, Ira, Bernd und Florian Oberacker, zu Esel-Liebhabern mutierten.2009 stand wie jedes Jahr die Urlaubsplanung an, die , wie jedes Jahr, an mir hängen blieb.Ich hatte irgendwann im Frühjahr in irgendeiner Zeitschrift einen Artikel über eine Frau gelesen, die in Irland Eselwandern war. Ich wandere sehr gerne, bisher allerdings immer ohne Familie. Seit 1993 gehe ich mit einer Freundin zweimal im Jahr zum Fastenwandern. Nach diesem erwähnten Artikel habe ich mich im Internet auf die Suche nach etwas Ähnlichem gemacht. Ich konnte meiner Familie ja schlecht zwei Hiobsbotschaften auf einmal präsentieren. Einerseits einen Wanderurlaub, Andererseits diesen auch noch mit vierbeinigen Eseln. Irgendwann wurde ich fündig und fand eine Anbieterin am Edersee ->(www.eselwandern.com). Nun war es an der Zeit, diese Idee vorzuschlagen. Und siehe da, zu meiner Überraschung, waren Bernd und Florian beide von der Idee begeistert. Wenn man bedenkt, dass das bisher größte Tier, mit dem wir direkten Kontakt hatten, der Hund meiner Eltern war, waren wir schon sehr mutig. Ich buchte also unseren Urlaub und kann mich noch sehr gut daran erinnern, als die Unterlagen kamen. Beim Durch – und Vorlesen fiel uns erst mal die Kinnlade runter. Da wurden wir plötzlich mit „Ratschlägen zur Führung eines Esels bei Wanderungen“ konfrontiert, mit denen wir nie im Leben gerechnet hatten. Das Verhalten eines Esels ist mit dem eines 5-6 Jahre alten gewitzten Kindes vergleichbar. Ein Esel ist raffiniert, er wird in der ersten Stunde den Arbeitsvertrag aushandeln. Die Interessen sind verschieden. Er will fressen, Sie wollen vorwärts kommen. Auch muss das Seil beim Wandern durchhängen. Die Leine darf niemals um das Handgelenk gewickelt werden, da man sich sonst sehr weh tun kann. Esel bestimmen die Art, wie sie laufen, und die ist meistens der Gänsemarsch. Wenn ein Esel nicht mehr mit einem gehen will, hat das immer einen Grund. Meistens schlägt der Esel selbst die Lösung vor. Erst wenn sie ihm die Zeit zum Nachdenken gegeben haben(und das dauert länger als bei uns!), können sie ihn zum Weitergehen anhalten. Sie können Esel in kritischen Situationen, z.B. an einem Bach durch eine Möhre oder raschelndes Papier locken, aber dies kann keine Strategie für die ganze Wanderung sein. Denn ein Esel beherzigt östliche Weisheitslehren. Tue immer nur eine Sache, nie zwei zur gleichen Zeit.Na ja, so in der Art gab es 15 Punkte, die es zu beherzigen gab. Im Moment waren wir echt überfordert und erschrocken über unseren eigenen Mut, aber ein Zurück gab es auch nicht mehr. Die Blöße wollten wir uns nicht geben! Für unsere Verhältnisse ein großes Wagnis, ein Abenteuer. Zwischenzeitlich wussten wir dann auch, dass wir einfach mit einer Landkarte, auf der unsere Wege eingezeichnet waren, losgeschickt werden. Bernd hatte das letzte Mal eine Landkarte bei der Bundeswehr in der Hand! Gut zu wissen, dass am Edersee hauptsächlich deutsch gesprochen wird! Der Urlaubsantritt stand dann noch zusätzlich unter einem schlechten Stern. Florian hatte bereits seit 2 Tagen hohes Fieber. Nach Hin – und Herüberlegen wagten wir dann doch in Urlaub zu fahren.Als wir mit unserem Gepäck ankamen, das übrigens alles in Plastiktüten verpackt war, nur das Nötigste für 7 Tage (nicht für jeden Tag ein T-Shirt!) wurden wir eingewiesen. Die Esel sind nicht beschlagen, aber sie tragen maßgefertigte Lederschuhe, die anzuziehen gelernt sein muss. Hufe müssen abends nach der Wanderung gesäubert werden, die Esel müssen gestriegelt werden, mit Insektenschutz eingerieben werden, der Packsattel muss gut und sicher sitzen. Wenn man einen Esel mit dem Packsattel beladen hat, muss man z.B. auch wissen, dass sich Esel beim Beladen sozusagen etwas „aufblasen“. Nach einigen Schritten lassen sie wohl unbemerkt wieder Luft ab und der Sattel muss nachgezogen werden. Danach wurden wir ca. 30 Minuten noch begleitet und dann – waren wir auf uns alleine gestellt.Um es kurz zu machen, die ersten beiden Tage waren für Bernd , v.a. morgens beim „ Schuhe anziehen“ der absolute Horror. Am dritten Tag hatten wir auf einem Bauernhof übernachtet. Wir baten morgens den Knecht, ob er uns nicht helfen würde. Er gab uns dann gute Tipps bezüglich der Autoritäts-Verteilung Mensch/Esel. Von da klappte es fast reibungslos und der Urlaub wurde noch entspannter. Morgens standen wir um 7 Uhr auf, frühstückten um 8 Uhr und ab 9 Uhr richteten wir ca. 2 Stunden! die Esel, bis wir dann losmarschieren konnten. Wenn man mit Eseln wandert (ca. 3 km/h)oder besser gesagt schlendert, lernt man Geduld, genießt die Ruhe und kehrt zur Langsamkeit zurück. Bernd zog am ersten Tag manchmal den Esel hinter sich her, bis er selbst merkte, dass er langsamer werden muss. Unterwegs hatten wir nette Gespräche mit wildfremden Menschen, wurden fotografiert, gefragt, ob wir auf einer Pilgerreise sind, wir waren mit den Eseln sogar in einer Gartenwirtschaft. Wir wurden nie belächelt oder gar ausgelacht, alle interessierten sich dafür, insgeheim hatten vielleicht einige den Wunsch mit uns zu tauschen. Morgens freut man sich auch auf die Esel, kann es kaum erwarten und man hat auch das Gefühl, sie freuen sich auch Einen zu sehen. Nach einer Woche in wunderschöner Natur kamen wir wieder wohlbehalten und bestens erholt bei Frau Odenhardt an.Wenn man bedenkt, dass wir von morgens bis abends ununterbrochen zusammen waren, kann man es kaum glauben, dass dieser Urlaub unser bisher schönster, erholsamster Familienurlaub war. Dieses Jahr gehen wir das dritte Mal in Folge den gleichen Weg wieder mit den Eseln! Ilona und Fritz Gruber vom Storchenhof sind unsere direkten Nachbarn gegenüber. Wir wussten zwar, dass sie den Storchenhof haben, aber mehr eigentlich nicht. Irgendwie im Gespräch habe ich dann von Ilona erfahren, dass auch sie Esel haben und samstags Kinder zu ihnen kommen können um dort den Tag zu verbringen. So ergab es sich dann, dass Florian oft auf dem Storchenhof ist, reiten lernt, Esel besser kenngelernt hat (was uns beim zweiten Mal Wandern zu Gute kam!)Mein Wunsch wäre ja ein eigener Esel, aber wohin damit? So entstand nach und nach die Idee mit der Eselnothilfe. Damit wäre den Eseln gedient und ich könnte öfters mit den Eseln zusammen sein, vielleicht auch spazieren gehen usw.Vielleicht gelingt es uns, die Faszination an den Eseln weiterzugeben, das Interesse daran zu teilen und auch die Vorurteile, die man den Eseln entgegenbringt, abzuschaffen.